Friseur. Unternehmer. Familienmensch
Und immer neugierig auf das, was morgen kommt.

Mein Name ist Alexander Geisbauer. Ich bin Friseur aus Leidenschaft, Unternehmer, Geschäftsführer unseres Familienunternehmens Haircutters HSS GmbH und Landesinnungsmeister der Friseure in Oberösterreich.
Das Friseurhandwerk begleitet mich praktisch mein ganzes Leben. 1980 in Wels geboren und in Traun aufgewachsen, lag mein erster „Arbeitsplatz“ eigentlich direkt unter meinem Kinderzimmer: der Friseursalon meiner Eltern. Schon früh habe ich erlebt, was es bedeutet, selbstständig zu sein, Mitarbeiter zu führen, Kund zu begeistern – und dass ein Friseurbetrieb weit mehr ist als Haare schneiden. Mit 15 Jahren begann für mich auch offiziell der Weg ins Friseurhandwerk.
Vom Friseur zur Ausbildung
Nach meiner Ausbildung sammelte ich Erfahrungen in unterschiedlichen Friseurunternehmen, bei Wettbewerben und auch international. Besonders geprägt hat mich dabei immer die Frage, wie man Wissen weitergeben und Menschen in unserem Beruf weiterentwickeln kann.
Diese Leidenschaft führte mich schließlich zu L’Oréal Professionnel, wo ich im Education-Bereich tätig war und zeitweise die Ausbildung für Friseur in Westösterreich verantwortete.
Auch heute ist Aus- und Weiterbildung für mich ein zentrales Thema. Als Trainer und Vortragender beschäftige ich mich mit Friseurunternehmer, Mitarbeiter, Lehrlingen und den Herausforderungen unserer Branche.
Denn eines hat sich für mich nie geändert:
Ein Unternehmen kann sich nur weiterentwickeln, wenn sich auch die Menschen darin weiterentwickeln.
Zurück ins Familienunternehmen
Seit 2007 bin ich wieder vollständig in unserem Familienunternehmen tätig.
Was damals mit der Leitung unseres Salons in der Linzerstraße in Traun sowie den Bereichen Ausbildung und Marketing begann, entwickelte sich Schritt für Schritt zur Verantwortung für die strategische Weiterentwicklung unseres gesamten Unternehmens.
Heute beschäftigen mich Themen wie Unternehmensführung, Mitarbeiterentwicklung, Digitalisierung, Marketing, Positionierung, Ausbildung und natürlich die Frage:
Wie muss ein moderner Friseurbetrieb aufgestellt sein, damit er auch morgen erfolgreich sein kann?
Parallel dazu absolvierte ich berufsbegleitend den Universitätslehrgang Business Manager am M/O/T der Universität Klagenfurt und schloss 2016 mit dem Master of Science (MSc) in Unternehmensführung ab.
Familie verändert den Blick auf vieles

So wichtig mir mein Beruf und unser Unternehmen sind: Mein Leben besteht natürlich nicht nur aus Salon, Wirtschaft und neuen Projekten.
2013 habe ich meine Frau Christine geheiratet. 2014 und 2016 wurden unsere beiden Töchter geboren.
Damit bekam der Begriff „Familienunternehmen“ für mich noch einmal eine ganz neue Bedeutung.
Plötzlich geht es nicht mehr nur darum, was heute funktioniert oder welche Entscheidung wirtschaftlich die richtige ist. Man beginnt automatisch langfristiger zu denken: Welche Werte möchte man weitergeben? Wie viel Raum darf Arbeit einnehmen? Was bedeutet Verantwortung – nicht nur für Mitarbeiter und ein Unternehmen, sondern auch für die eigene Familie?
Christine begleitet viele Entwicklungen unseres Unternehmens seit Jahren und ist für mich dabei nicht nur privat, sondern auch als Gesprächspartnerin und Gegenpol enorm wichtig.
Und meine Töchter erinnern mich regelmäßig daran, dass es neben Umsätzen, Terminen, Sitzungen und neuen Ideen noch eine ganz andere Welt gibt.
Ich glaube, gerade das hilft mir auch als Unternehmer.
Familie erdet. Familie verändert Prioritäten. Und Familie zeigt einem sehr deutlich, für wen und wofür man eigentlich arbeitet.
Digitalisierung? Schon immer eines meiner Lieblingsthemen.
Neue Technologien haben mich schon fasziniert, als viele im Friseurhandwerk mit Begriffen wie Onlinebuchung, digitale Kundenkartei oder automatisierte Kundenkommunikation noch wenig anfangen konnten.
Wir haben deshalb schon sehr früh begonnen, unsere Salons digital miteinander zu vernetzen.
Zentral geführte Kassensysteme, Kunden- und Terminverwaltung, Online-Auslastung unserer Mitarbeiter, digitale Kundenbindungsmaßnahmen und die Möglichkeit, freie Termine jederzeit online zu sehen und direkt zu buchen, waren für uns schon früh wichtige Bestandteile unseres Unternehmens.
Heute sind viele dieser Dinge selbstverständlich.
Und genau das finde ich spannend.
Denn Digitalisierung bedeutet für mich nicht, jedem neuen Trend hinterherzulaufen. Technologie muss einen konkreten Nutzen haben:
Sie soll Abläufe vereinfachen, Zeit sparen und uns mehr Freiraum für das geben, was unser Beruf eigentlich ausmacht – den Menschen.
Social Media, KI und die Zukunft unseres Handwerks.
Social Media hat natürlich auch mich irgendwann eingeholt.
Facebook, Instagram, Websites, Online-Marketing, Automatisierung und mittlerweile vor allem Künstliche Intelligenz haben die Möglichkeiten für kleine und mittlere Unternehmen enorm verändert.
Ich probiere vieles aus.Nicht alles davon funktioniert. Aber genau das gehört für mich dazu.

Mich interessiert nicht nur, was technisch möglich ist, sondern vor allem:
Was davon können wir in einem Friseurunternehmen tatsächlich sinnvoll einsetzen?
Wie können wir Kommunikation vereinfachen?
Wie können wir Mitarbeiter entlasten?
Wie können wir Wissen besser verfügbar machen?
Wie können wir neue Kund und Mitarbeiter erreichen?
Und wie schaffen wir es, als Handwerksbetrieb sichtbar zu bleiben?
Viele dieser Gedanken, Erfahrungen und Experimente landen schließlich auch hier auf diesem Blog.
Verantwortung für unsere Branche.
Neben meiner unternehmerischen Tätigkeit engagiere ich mich seit vielen Jahren für das Friseurhandwerk und die Weiterentwicklung unserer Branche.
Heute darf ich als Landesinnungsmeister der Friseure Oberösterreich die Interessen unserer Betriebe vertreten.
Dabei beschäftigen mich insbesondere die duale Ausbildung, die Gewinnung von Fachkräften und Lehrlingen, wirtschaftlich gesunde Friseurunternehmen, Weiterbildung und die Frage, wie wir unseren Beruf auch für die nächste Generation attraktiv halten können.
Unser Handwerk verändert sich.
Und ich bin überzeugt davon, dass wir diese Veränderung nicht nur beobachten sollten.
Wir sollten sie mitgestalten.
Gedanken eines Friseurs.

Genau darum geht es auch auf diesem Blog.
Nicht um perfekte Antworten und nicht um theoretische Managementweisheiten.
Hier schreibe ich über Dinge, die mich als Friseur, Unternehmer, Vater und Branchenvertreter beschäftigen: über unsere Branche, Digitalisierung, Unternehmensführung, Mitarbeiter, Ausbildung, Marketing, neue Technologien und manchmal einfach über Gedanken, die mir durch den Kopf gehen.
Ich bin neugierig geblieben.
Vielleicht sogar mehr denn je.
Denn neue Technologien, Social Media, Digitalisierung und KI sind für mich letztlich nichts anderes als zusätzliche Werkzeuge.
Und Werkzeuge haben mich als Friseur schon immer fasziniert.
Für mich sind sie Spielzeug – genauso wie Kamm und Schere. ✂️
